„Ich bin wie das Blatt im Wind. Ich fühle mich, als hätte ich keine Wurzeln mehr.“ sagte neulich eine Kundin zu mir. Wir unterhielten uns darüber, wie wir die momentane Zeit wahrnehmen. Was es mit uns macht. Wie wir uns fühlen…
Irgendwie ganz anders als sonst.
Es ist
Intensiv.
Schnell.
Ein Wechselbad.

Wenn ich genauer hinschaue fällt mir auf, dass sich viele von uns (Hochsensiblen) so oder so ähnlich fühlen. Ich habe dazu meditiert, mit Freunden, Kollegen und Kunden gesprochen – und wir sind uns alle einig:
Übergang.
Wir sind in einem Übergang. Wir lösen auf. Wir lassen los. Wir verabschieden Anteile in uns – und damit immer eine (nun alte) Version unseres Selbst. Das Ich in uns, welches uns bis hierher gebracht hat und dem wir doch auch dankbar sind.
Einerseits ist dieses Loslassen des Alten und das Empfangen des Neuen meiner Erfahrung nach wunderschön, denn es gibt Kraft, Hoffnung und Mut. Doch auf der anderen Seite ist es eben auch ein Abschied, ein kleiner Tod. Und der tut weh. Es zieht und zerrt. Und bringt einiges zutage, womit du womöglich selbst nie gerechnet hättest.
Und genau in diese Zeit fällt Weihnachten. Die Zeit des Gebens, der Liebe und des Zusammenseins. Das Fest, welches mit Erwartungen, Verpflichtungen und Anforderungen verbunden ist.

Wie können wir also etwas geben, wenn wir das Gefühl haben jetzt nichts geben zu können?
Wie können wir bei uns, im Moment sein, wenn uns der Halt fehlt oder die Klarheit im Kopf?

Das hat mich nachdenklich gemacht und mich mehr denn je auf meine Yogamatte gebracht. Heute möchte ich mit dir eine simple Atemtechnik teilen, die mir jedes Mal, seit ich sie das erste Mal angewendet habe, Freiheit schenkt:
Eine frische, klare Qualität des Seins, mehr Platz in meinem Körper und Kopf, innere Ruhe und Zentriertheit, Stabilität.
Von hier aus werde ich wieder zum Akteur, anstatt nur Reakteur zu sein.
Wenn wir geerdet sind und uns spüren, stellt sich das Gefühl ein, wieder die Fäden in der Hand zu haben. Wir können nur geben ohne dabei leer zu laufen wenn wir etwas haben, mit dessen Hilfe wir immer wieder zu uns zurückkehren können.
Nadi Shhodhana – die Wechselatmung – ist eine verlässliche Methode, die dich entweder „runter fährt“ oder dir „Energie verleiht“.
Sie ist wirkungsvoll bei:
Kopfschmerz und Druck im Kopf
Gedankenkarussel
Emotionalem Wechselbad
Nervosität
Müdigkeit bzw. „Schlappheit“
… und vielem mehr. Es kann gut sein, dass du dich hinterher einfach „nur“ freust! 😉
Probier’s mal aus! Im Video erkläre ich dir alles. Wenn du Zeit und Lust hast, schreib‘ mir doch dein Feedback. Ich würde mich freuen von dir zu hören!

PS: Du kannst die Hand benutzen, die deine dominierende ist bzw. die, die sich für dich „richtig“ anfühlt. Meine eigene Hand drehe ich zur Stirn damit man mein Gesicht im Video sieht und nicht nur die Hand 😉 Du musst deine Hand nicht zur Stirn drehen!

3 Kommentare

  1. Annette

    Liebe Anja,
    ein wunderschönes Video. Du siehsr so weich und schön aus. Eine wunderbare Veränderung – du strahlst.
    Herzlichst
    Annette

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    • Anja

      Dankeschön! Liebe Grüße zu dir, und eine schöne Zeit!

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  2. Ivana

    Schönes Video und danke für´s Erinnern 🙂 Mache ich einfach zu selten.
    Liebe Grüße,
    Ivana

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