Wir leben in einer Welt, die auf Intentionen basiert.
(Intention bedeutet so viel wie Absicht oder innere Haltung.)

Das heißt, deine innere Absicht beeinflusst deine Gedanken, und diese formen unsere innere Haltung… zu allem… So erschafft man die Realität, in der man lebt. Von Moment zu Moment.

In Summe ergeben viele Momente ein Jahr und die schönsten sind wohl immer noch die, die bewusst gelebt werden! Deswegen möchte ich dich dazu einladen, für dein Jahr 2018 folgendes auszuprobieren:

Gib dem neuen Jahr eine grobe Überschrift!

Die darf sich im Laufe der Zeit natürlich auch ändern. Doch dem Kind einen Namen geben – das ist tausendmal effektiver als Neujahrvorsätze zu formulieren, die man ja – wissen wir alle – sowieso nicht einhält.

Denn unser Geist braucht immer etwas, woran er sich festhalten kann.

Warst du schon mal im Yogastudio oder bei einer Meditation? Hier lernt man den Fokus auf den Atem zu legen, sodass unser Geist etwas in der Hand hat. Etwas, woran er sich festhalten kann.

Gibst du deinem Geist keine Ausrichtung sucht er sich selbst eine. Dann fliegt er auf alles, was er am häufigsten sieht und demnach am höchsten einordnet. Denke an Werbung und all die ungeschriebenen Gesetze einer Leistungsgesellschaft, die uns durch sie suggeriert werden.

Energie folgt der Aufmerksamkeit.

Wenn du also alles offen lässt bzw. keine Entscheidung oder Wahl triffst, erschaffst du energetisch gesehen ein leeres Feld, welches sich dann mit irgendwas anfüllt. Mit anderen Worten lässt es sich auch so ausdrücken:

Wenn du im Restaurant bist und dem Keller lediglich sagst, dass du Hunger hast, und er dir dann z.B. einen Teller Reis mit Ketchup bringt, brauchst du dich nicht beschweren. Satt macht es ja allemal. Ob es dir schmeckt ist eine andere Frage.

So ist das auch mit unserem Geist. Du musst ihm eine Ausrichtung geben, damit er deine Aufmerksamkeit auf das lenken kann, was für dich passt, dich weiterbringt und unterstützt.

Eine Intention ist ein Kompass, eine Entscheidungshilfe. Und hilft dir, Prioritäten zu setzen.

Die Intention ist also entweder ein Wort, ein Satz oder ein Gefühl. Am besten ist es, wenn es ein Wort ist, dass dein Gefühl beschreibt.

Meine Intention lautet ‚Becoming‘.

2018 möchte ich auch beruflich mehr von dem zeigen und zusammenbringen, was mich ausmacht und womit ich mich noch beschäftige. Das Wort passt daher nicht nur, sondern vereint verschiedene Aspekte in sich, die ich mit mir und meinem Job in Verbindung bringe.

Sollte ich mich dieses Jahr also verfransen, wird mir ‚Becoming‘ dabei helfen, mich an das zu erinnern, was ich in der Ruhe und Kraft für mich gewählt habe. Auf einer Talfahrt wird so neue Kraft, Mut und Zuversicht (oder was auch immer ;)) in mir freigesetzt werden.

So gehst du vor:

Das wichtige an deinem Wort ist, dass es dir keinen Druck verschaffen sollte. Eher im Gegenteil! Du und dein Körper, ihr solltet bei diesem Wort weit werden.

Du hast dein Wort gefunden, wenn es etwas in dir auslöst. Mein Wort verbinde ich mit einer bestimmten Schwingung und Emotionen, Gefühlen, Vorfreude, Kraft… all das wird in mir durch das Wort freigesetzt. Denn erinnere dich, die Schwingung ist es letztlich, die uns trägt.

Als Entscheidungshilfe dient es mir insofern: Alles, was mir auf meinem Weg entgegen kommt kann ich anhand des Wortes (und der Gefühle, die es in mir auslöst) überprüfen: Fühlt es sich stimmig an? Passt das zu meiner Überschrift oder verzettele ich mich dann nur? Die Intention ist also die Leitplanke für die Straße, auf der ich unterwegs bin.

Hast du schon ein Wort?! Prima. Falls nicht, fange mit dem an, was du nicht mehr möchtest:

1. Was möchtest du in deiner Arbeit, Beziehung – denke auch an die zu dir selbst – und deinen Finanzen nicht mehr?

2. Womit bist du zufrieden?
(Vielleicht hast du deiner Meinung nach keine direkt messbaren Erfolge erzielt – alles ist relativ! – doch welche Situation oder Kollegen hast du „überlebt“?)

3. In welchen Beziehungen bist du gewachsen, hast Liebe, Verständnis und Gutes gespürt?

4. Was war dein größter Moment und welches dein tiefster in 2017?

Nun sollte alles, was dir den freien Blick versperrt raus sein – und du kannst dich dem Positiven widmen:

1. Was hat dir letztes Jahr Spaß gemacht?

2. Was hat dich lebendig werden lassen? Wann hast du dich am lebendigsten gefühlt?

3. Wann hast du am häufigsten gelacht und am intensivsten gelebt?

4. Welche Erfahrungen, Gewohnheiten, Aktivitäten oder Veränderungen hast du in dein Leben gebracht, die einen positiven Effekt auf dich hatten?

5. Was gefällt dir in deiner Arbeit, deinen Beziehungen und Finanzen?

Wenn du das mal so für dich durchgehst… wie fühlst du dich dabei?
Was spürst du in dir?

 
Nun schreibe einfach mal auf, wie du dich in 2018 (besonders oft) fühlen möchtest. Nimm Worte, die etwas in dir freisetzen und auslösen. Etwas, dass dich auf deinem Weg unterstützen wird.

Notiere so viele Worte, wie dir einfallen. Von hier kannst du nun Worte wegstreichen oder dir fallen weitere, neue ein. Et Voilà!

Notiere nun deine Intention für 2018: _________________________________

Mein Leitmotto 2018 ist: ______________________________________________

Ein Tipp noch: Schreibe das Wort auf Klebezettel und packe diese dorthin, wo du sie am häufigsten siehst.

Das wars. Probiere es einfach mal aus – es lohnt sich wirklich. Oder hast du bereits damit Erfahrungen? Dann würde ich mich freuen, sie im Kommentar zu hören!

Alles Liebe,