Gastartikel von Anja Schuetz: Finde heraus was du wirklich willst und wie du es bekommst.

Diese Woche bekam ich eine Email mit dieser Frage:
„Glaubst Du, dass es möglich ist, dass ich nach 10 Jahren Arbeitserfahrung tatsächlich absolut nichts weiß oder kann, welches sich in irgendeiner Form von Beratungsdienst vermarkten lassen könnte?“
Ich musste schmunzeln. Was soll man darauf antworten?
„Doch, halte ich für total möglich!!“ 😉
Solche Art von Fragen halten uns im Sumpf gefangen. Sie sind absolut unnütz. Und so eine Ja/Nein Frage verursacht nur einen Streit zwischen Ego und Seele:
„Ja, natürlich kann das sein!“
„Nein, unmöglich, Du bist manifestiertes Potential!“
„Ach was! Was hab ich denn überhaupt die letzten 10 Jahre zustande gebracht?? Guck mal, wo meine Freunde schon alle sind!“
…Und schon drehst Du Dich wieder im Kreis.

The quality of your life is determined by the quality of your questions.

Wenn Du vorwärts kommen willst, stell Dir vorwärtsführende Fragen. Werde Dir Deines „Sumpfkreiselns“ bewusst, wenn es passiert, und installiere sofort ein „Gute-Fragen-Upgrade“:
Vorher: Liegt ein Fluch auf mir? Warum geht immer alles schief?
Nachher: Wie kann ich ein für alle mal aus diesem Teufelskreis rauskommen? Wen kann ich um Hilfe bitten?
Vorher: Warum kann ich nachts einfach nicht mehr schlafen?
Nachher: Was muss passieren, damit ich endlich wieder durchschlafen kann?
Vorher: Warum lande ich immer in den falschen Jobs?
Nachher: Was kann ich? Was möchte ich? Warum ist mir das wichtig? Wie kann ich das erreichen? Wie kann ich damit beginnen?
Die „Warum-Frage“ sollte man ganz besonders vorsichtig benutzen, denn mit der falschen Intention bringt sie oft nichts gutes und führt zu Selbst-Verurteilung, statt Selbst-Entwicklung.
Mit der richtigen Intention – um Ursachen für Blockaden zu finden und zu lösen – ist die „Warum-Frage“ andererseits natürlich unheimlich wichtig, denn in diesem Fall ist sie lösungsorientiert.
Wir befinden uns ja hier auf Anja’s Blog, und ihre Akasha Chronik Sessions sind z.B. eine Art und Weise, wie Du solchen Sachen auf den Grund gehen kannst.
Zukunftsorientiert ist die „Warum-Frage“ auch superwichtig, wenn es darum geht, warum Du etwas machen/haben/sein möchtest.
Sie hilft Dir, Deine Grundwerte zu entdecken. Deine Grundwerte geben Dir Einsicht in die Person, die Du im Kern Deines Wesens bist.
Besonders in der Karrierewahl kommen wir um unsere Grundwerte nicht herum. Zumindest nicht, wenn wir uns nach einer nachhaltigen Karriere, die uns langfristige Freude macht, sehnen. Denn wenn unsere Grundwerte durch unsere Arbeit oder unser Arbeitsumfeld nicht erfüllt werden, rebellieren wir innerlich. Und das führt zu Stress oder sogar Burn-Out.
Wie ich im Ebook „Rewrite Your Career“ beschrieben habe, sollte „Wer bin ich“ bei der Karriereplanung immer unser Ausgangspunkt sein. Erst wenn wir davon eine Idee haben, ergibt sie die Frage „Was kann ich tun (als Job/Business/Karriere)“.
Leider haben die meisten von uns bisher verkehrterweise ihr „Wer bin ich“ über ihr „Was tue ich“ definiert, und ihre persönliche Identität hauptsächlich von ihrer Visitenkarte abgelesen.
Es ist kein Wunder, dass das irgendwann mal zum inneren Konflikt führt. Besonders jetzt, in diesen Zeiten der Transformation, wo uns Authentizität immer wichtiger wird.
Ich lade Dich ein, Dir bewusster zu werden, wie Du mit Dir selbst sprichst, und ob Dich Deine Fragen wirklich weiter bringen, oder gefangen halten. Du kannst einen ersten kleinen Schritt machen, in dem Du Warum-Fragen in Wie-Fragen umwandelst.
Vorher: Warum stecke ich fest?
Nacher: Wie komme ich hier raus?
Dein Gehirn kann nicht anders als jede Frage zu beantworten. Und Dein Ego verteidigt sich gern mit fantastischen Ausreden.
Wenn Du also „Warum“ fragst, wird Dir Dein Ego schnell eine Menge anzubieten haben. Z.B. „Warum lande ich immer in den falschen Jobs, ich dumme Nuss? Ich kann einfach nichts!“ 🙂
So halten wir uns natürlich selbst gefangen.

Die Wie-Frage, allerdings, wird Dir helfen, Dich Deiner inneren Kreativität zu öffnen und neue Lösungen und Möglichkeiten zu finden.

Die Antworten kommen sicher nicht gleich aus dem Nichts geschossen, aber wenn Du eine Weile mit der „Wie-Frage“ lebst, und sie Dich durch den Tag begleiten lässt, wird sie Dich neu fokussieren und Möglichkeiten in Dein Sichtfeld bringen, die Du vorher einfach nicht gesehen hast.
Also, stop the Sumpfkreiseln now 🙂 und probier’s mal aus!

Anja SchuetzAnja Schütz bloggt auf FollowYourJoy.de über Life Skills und alltägliche Spiritualität. Sie hat gerade die deutsche Version ihres Ebooks Rewrite your Career veröffentlicht, in dem sie Dir hilft herauszufinden, was Du wirklich willst, und wie Du es bekommst – durch praktische Tipps und vorwärtsführende Selbsterkundungs-Fragen.

2 Kommentare

  1. Stefanie

    Liebe Anja´S 🙂
    Ich liebe Fragen! Fragen können uns am Meisten vorwärts bringen und am meisten behindern. Es ist immer unsere Wahl. xxx Stefanie

    Antworten
  2. Birgit

    Liebe Anja,
    stop the Sumpfkreiseln now 🙂 – in diesen Strudel tauchen wir alle mal wieder. Ein guter Weg für mich ist, dem Universum Vertrauen zu schenken. Es weiß schon, was ich fragen will… und statt in Fragen – besser in Antworten zu leben. Ich wechsle dadurch quasi die Stühle. Weg vom „Arme-Sünder-Schemelchen“ hin zum brokatbespannten Sessel. Beim ersten bin ich Bittsteller beim zweiten lebe ich die Dankbarkeit … and follow my Joy
    Alles Liebe
    Birgit

    Antworten

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