Fühlst du dich müde und angespannt, genervt oder überfordert vom Alltag? Hast keine Zeit für dich? Fragst du dich heimlich und immer öfter, wie du das alles schaffen sollst?

Offenbar geht es immer mehr Menschen so – zumindest spiegelt das die Arbeit mit meinen Klienten wider. … Und so war es ja auch bei mir: Mein damaliger Job forderte, aber förderte mich nicht. Mein Wohlbefinden verschwand irgendwohin und mich plagten Selbstzweifel und Ängste.

Denn immer wieder stellte ich fest, dass ich nicht so lange und so dauerhaft leistungsfähig war wie meine Kollegen – und dachte, mit mir stimmt wohl etwas nicht.

So fühlte ich mich wie eine Verlierein. Leistung konnte ich bringen, doch es schien mich viel mehr Kraft zu kosten als z.B. meine Freunde und Kollegen. Oft fühlte ich mich hin- und hergerissen, war grundlos emotional und hatte teilweise Gedanken, die ich mir nicht erklären konnte.

Damals wusste ich noch nicht, dass ich hochsensibel bin – also sehr viel spüre und fühle – schnell Schwingungen von meinem Umfeld in mir aufnehme und mich das massiv beeinflusst.

Denn die Gedanken, Gefühle und Emotionen von anderen können sich, wenn sie an deiner Aura hängen, wie deine eigenen anfühlen.

Heute weiß ich das und ich treffe auf immer mehr Menschen, die sich fragen, warum sie nichts mehr oder nicht mehr so viel schaffen.

Über unsere Aura, also unser individuelles Energiefeld bzw. -körper, stehen wir ständig in nonverbaler Kommunikation mit unserer Umwelt. Jeder strahlt seine Gedanken, Gefühle, Emotionen etc. in Form von Schwingungen aus. Die meisten Hochsensiblen sind sehr offen (d.h. die Aura ist offen) und nehmen daher vieles von anderen in sich auf. Sie neigen dazu stets ein offenes Ohr zu haben, da zu sein und sich für die emotionalen, sozialen Belange ihrer Umwelt stark zu interessieren.

Etwas in seiner Aura von anderen aufzunehmen ist normal und an sich nicht das Problem. Zum Problem wird es aber, wenn es zuviel ist und nicht gut, also keine positive, hohe Schwingung hat. Dann kann es dich kräftemässig auslaufen lassen, als hättest du ein Leck.

Wenn du also nicht weißt, wie du deine Energie wieder reinigst, kann dich das ziemlich runterziehen. (Falls du wissen willst, wie du Fremdenergie in deinem Körper erkennst, hier ist ein Video.)

Aber zurück zu unseren Zielen. Den Weg dahin planen wir ja meistens. Meine Ziele hatte ich auch immer durch harte Arbeit und sorgfältige Planung erreicht, war aber meistens hinter der Ziellinie umgefallen und konnte das Ziel vor lauter Erschöpfung gar nicht richtig genießen.

Irgendwann dachte ich, wie bescheuert ist das denn?!

Was macht es für einen Sinn auf ein Ziel hinzuarbeiten, wenn mich der Weg dahin so anstrengt, dass das Ziel selbst gar nicht mehr schmeckt wenn ich es erreicht habe?!

Mir gelang es also nicht, meine Gefühle, Emotionen und kreativen Ausdrücke wegzustecken und stoisch meine Arbeit zu machen.

Vielmehr realsierte ich irgendwann, dass es meine Gefühle sind, die mich antreiben – oder aber ausbremsen.

Und im Prinzip hatte ich noch nie Lust, diese auszublenden. Schließlich machen sie mich zu der, die ich bin. Meine Gefühle bestimmen meine Lebensqualität, die Tiefe meiner Erfahrungen.

Falls dir all das also irgendwie bekannt vorkommt, frage ich dich:

Wie willst du dich eigentlich fühlen?!?

Tagein. Tagaus.

Fühlen tun wir sowieso die ganze Zeit. Gefühle immer wieder wegzuschieben… nun, wir wissen was dann passiert. Nichts gutes.

Wäre es nicht schlauer, die eigene innere Stimmung zur Priorität zu machen und dadurch Kraft zu gewinnen und zu nutzen?!

Wie möchtest du dich also fühlen? Gib‘ dir einen Moment Zeit für diese Frage.

Mache dir gern Notizen. Schreibe Worte auf, die sich für dich gut anfühlen. Wie willst du dich mit dir selbst, mit deinen Beziehungen, mit deiner Arbeit oder Karriere, deinem Alltag fühlen, mit deiner Erfahrung hier in dieser Welt?

Es ist keine einfache Übung, doch es lohnt sich! Nimm dir die Zeit. Hier sind meine Gefühle; ich möchte mich täglich so fühlen:

lebendig und verbunden
geerdet und zentriert
zufrieden/fröhlich/glücklich
geführt
stark und weiblich

Es hat eine Weile gedauert, bis ich diese Worte raus hatte. Rechne damit, dass du vielleicht auch einen ganzen Block Klebezettel brauchen wirst. 😉 Schreibe alles auf, was dir spontan einfällt – und reduziere dann auf die wichtigsten Worte. Lasse dir Zeit, mache dich an die (innere) Arbeit, bleib offen und genieße den Prozess.

Fertig? Sehr gut! Doch was fängst du nun mit diesen Worten an?!

Visualisiere. Stelle es dir bildlich vor.

Wie führt diese Person (also du) ihr Leben, wo lebst du, wie ziehst du dich an, welche Energie bringst du ins Leben, wie verbindest du dich mit anderen, welche Erfahrungen machst du?!

Erlaube dir in deiner Vorstellung, dass alles möglich ist.

Mir wurde durch diese Übung beispielsweise erst klar, dass ich gar nicht dafür gemacht bin, still zu sitzen. Ich sah mich immer nur in Bewegung, auch schon als Kind. Durch die Visualisierung wurde mir auch deutlich, dass es okay ist, eine Einzelgängerin zu sein. Ich liebe Gesellschaft, brauche aber relativ viel Zeit für mich um klar zu sein. (Jeder sog. Hochsensible weiß ja, wovon ich spreche. ;))

Okay – Nun weißt du, wie du dich fühlen möchtest und wie dein Alltag aussehen könnte, wenn du dich mit diesen verbindest, d.h. deine gewünschten Gefühle zur Priorität machst. Jetzt musst du nur noch die Brücke ins Praktische bauen.

Take Action – Handle so, dass du diese Geühle in dir produzierst!

Welche Schritte kannst du machen um deinen Tag – dein Leben – so zu gestalten?
Wo kannst du anfangen?
Welche Gespräche musst du dafür führen?
Wie kannst du etwas umstellen, einen Schritt nach dem anderen machen, um dich wieder lebendig zu fühlen, anstatt nur zu funktionieren?

Ich empfehle dir nicht mehr als drei Bereiche zu wählen, sonst frustrierst du dich nur.

Hier sind meine Strategien:

Ich möchte mich lebendig und verbunden fühlen:
Meine tgl. Yogapraxis macht das für mich. Auch alles, was mich inspiriert und wo ich auftanke. Die Kunst besteht darin, mir die Zeit zu nehmen. Ich mache also dafür Termine in meinem Kalender; und sie sind nicht verhandelbar.

Ich möchte mich fröhlich/zufrieden/glücklich fühlen:
Hier hängen zig Klebezettel auf denen steht, dass auch kleine Schritte Vorankommen bedeutet und dass Fortschritt besser ist als Perfektion.

Ich möchte mich verbunden fühlen:
Meditation, Natur, meine Freunde und Familie, meine Klienten, meine Kommunikation mit all jenen fortführen. Das ist mitunter herausfordernd alle unter einen Hut zu bekommen, aber es ist immer sehr bereichernd.
 

Jetzt bist du dran.

Nimm dir jetzt den Moment. Schließe die Augen. Atme.

… stell dir vor, wer du bist wenn du von deinen gewünschten Gefühlen heraus agierst?
… gib jedem Tag ein Thema für dich… was inspiriert, erhellt, erfüllt dich? Und dann tu das.
… erlaube dir, für deine Wünsche/Gefühle einzustehen und andere darum zu bitten, dich zu unterstützen.

Du kriegst das hin. Probiere es aus. Ich freue mich auf deine Rückmeldung dazu! 🙂

Alles Liebe,

PS: Konzept stammt u.a. von Danielle LaPorte’s „Core Desired Feelings“, und anderen.