Nicht geerdet zu sein ist ein Phänomen, welches vielen Leuten in unserer modernen, hektischen Zeit Schwierigkeiten bereitet. Ein weit verbreitetes Sympton ist wohl die innere Unruhe: Ein steter Gedankenstrom der dich nicht zur Ruhe kommen lässt. Dein Körper ist müde, doch dein Geist läuft zur Hochform auf.

Wenn wir nicht geerdet sind, kommen wir nicht zu Ruhe, träumen uns davon, malen uns Zukunftsszenarien aus oder verweilen in der Vergangenheit.

Erdung beschreibt einen Zustand, indem deine energetische Kraft – dein Geist/Bewusstsein – vollständig mit deinem Körper in Kontakt ist.

Du bist nicht nur mit dem Rationalen in Kontakt, sondern auch mit deinem Gespür und Gefühl. Damit will ich nicht sagen, dass dies ohne Erdung ausgeschlossen ist, doch:

Wenn wir nicht geerdet sind, erliegen wir unseren Ängsten und kreieren Sorgen.

Ich möchte dir Erdung bzw. Nicht-Erdung einmal aus meinem Blickwinkel übersetzen damit klarer wird, was ich meine:

Wenn ich mit jemandem arbeite, lasse ich mich darauf ein, den anderen mit all meinen Sinnen wahrzunehmen um sein/ihr Energiefeld (Aura) zu spüren.

Jemand, der nicht in der Erdung ist, dessen Kraft (das, was in dir fließt und deinen Körper animiert) ist oftmals nazu vollständig in den Oberkörper verlagert. Alles findet im Kopf statt. Alles konzentriert sich auf das Denken, aufs analysieren und auf rationale Informationsverwertung.

Im Unterkörper ist dann wenig Energiefluss bzw. fließt sie langsam und träge, während sie sich im Kopf fast überschlägt.

Jemand, dessen Energiefluss so beschaffen ist, kennt diese Symptome (mehr oder weniger):

  • Schlaflosigkeit oder Schlafstörungen. Du kommst nicht zur Ruhe.
  • Gedankenkarussel. Dich verfolgen die gleichen Gedanken. Aus ihnen werden Szenarien der Sorge und des Fürchtens geboren.
  • Fehlende innere Stabilität, Unsicherheit, von einem Bein aufs andere treten…
  • Dauerhaftes Verweilen in Träumerein und Fantasien. Du träumst dich gerne davon weil du nicht im Jetzt sein magst oder kannst; es wäre unangenehm/schmerzhaft.
  • Ängste, oft in Form von übertriebener Sorge und einem Hang zum Pessimismus…
  • Gefühl von abgeschnitten sein vom unteren Teil des Körpers

Unser Körper-Geist-System weiß, dass wir runterkommen müssen. Im wahrsten Sinne des Wortes! Sonst fliegt uns nämlich irgendwann die Sicherung raus. Zumindest kenne ich das so… 😉

Um uns zu erden greifen wir meist auf äußere Dinge zurück: Essen, Trinken, Alokohol, Rauchen, übermäßiger Sport et cetera… Verhaltensweisen, die uns wieder ins Spüren bringen, in den Körper hinein und raus aus dem Kopf.

Warum sind wir nicht geerdet?

Wir sind geistige Wesen, das bedeutet ja spirituell. In uns fließt ein Geist, ein Bewusstsein. Eine Kraft, die uns lebendig macht und zu dem, was wir sind. Heute leben wir jedoch überhaupt nicht mehr in diesem Bewusstsein:

Wir verbringen mehr als acht Stunden täglich auf unserem Hintern, meist auf einem durchgessenen Bürostuhl in einem stickigen Büro. Das entspricht nicht der Luft und Bewegung, die unser Körper und Bewusstsein brauchen.

Wir agieren nicht mehr unter freiem Himmel, sondern fast nur noch in geschlossenen Räumen. Wer den ganzen Tag an einem PC sitzt, setzt sich der Technik und ihren Nebenwirkungen aus – die deinen inneren Energiefluss aus dem Gleichgewicht bringen.

Zumdem sind wir Teil einer Leistungsgesellschaft. Wir sind darauf programmiert ein Ziel zu erreichen. Anerkennung ernten wir, wenn wir etwas erschaffen haben. Wir werden nicht dafür gelobt, wenn wir einfach „nur den Weg gehen.“

Das setzt uns massiv unter Druck, so dass wir logischerweise daran denken, was wir alles noch auf der To-Do-Liste haben. Wir wägen ab, ob sich Zeit, die „vertrödelt“ wird, unterm Strich auch wirklich für uns lohnt. Und, wir können oft nur schwer aus diesen Mustern heraus. Weil wir es so gelernt haben, und weil alle anderen es ja auch so machen.

Meine Überzeugung ist, dass wir zu unserer

wahren Natur zurückkehren müssen.

Das heißt nicht, die Neuerungen unserer Zeit zu verdammen, doch das Wissen der alten Weisen, unserer Vorfahren, wieder anzunehmen und ins Leben zu integrieren.

Ich glaube, nur wenn wir wirklich in der Erdung sind, im Moment, können wir unsere inneren Hürden überwinden und uns auch im anderen wirklich erkennen. Was zum Vorteil für uns alle wäre und zu mehr Liebe auf diesem Planeten führen würde… aber nun schweife ich ab…

Was bringt dich wieder in die Erdung?

Alles, was du mit Erdung verbindest! Für mich sind es Spaziergänge und Wanderungen durch die Natur, Yoga weil ich schwitze und dadurch in meinen Körper komme, auf einer Bank sitzen und Vögeln zuschauen…

Im PDF findest du noch ein bisschen mehr zur Erdung, außerdem eine Anleitung für eine Meditation, die ganz spontan aus einer Session heraus entstanden ist. Diese Dinge bringen deine Energie wieder in den Fluss!

Wenn deine Energie im Fluss ist, ist es dein Leben auch!

Zum PFD klicke hier:
 

 
Ich freue mich, wenn dich mein Blickwinkel inspiriert hat, und ich bin gespannt auf dein Feedback!

2 Kommentare

  1. Astilavista

    Vielen Dank für die schöne Übung Anja. Mein Körper fühlt sich heiß an, ich fühle mich ruhiger und habe das Gefühl als würden ein paar Tränen aufsteigen wollen.

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    • Anja

      Wie schön! Das freut mich sehr 🙂 Danke für deine Rückmeldung!

      Antworten

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