Hörst du oft „Sei nicht so sensibel oder emotional,“ „Nimm’s nicht so ernst oder persönlich,“ „Das bildest du dir ein.“? Fordern dich die Anforderungen unserer modernen Zeit sehr heraus? Stehst du manchmal am Rande der Überforderung? Es könnte sein, dass du zu den Hochsensiblen gehörst! Was das heißt und was du tun kannst, damit es dir schnell wieder besser geht, findest du hier.
 
Schon immer fiel es mir schwer, mit pessimistischen Menschen zu sein oder mit jenen, die sehr kopflastig sind. Nicht, weil ich das verurteilen würde, nein. Sondern, weil ich als Hochsensible am eigenen Körper spüre, was in anderen Menschen vor sich geht. Auf einer subtilen Ebene nehme ich wahr, was mein Gegenüber fühlt und beschäftigt. Es ist so, als wäre ich unter Wasser. Wenn du schwimmst, nimmst du Strömungen und Druckverschiebungen leicht wahr. Du spürst Bewegung, auch wenn sie für dich nicht sichtbar ist.

Hochsensible haben es im Arbeitsalltag oft schwer

Angestellt zu sein war eine Tortur für mich. Nach fast jedem Arbeitstag war ich ausgebrannt. Die Tage im Büro glichen einem Kampf auf einem energetischen Schlachtfeld. Denn ich nahm die inneren Zustände, Gefühle und mentalen Spannungen meiner Kollegen unmittelbar wahr. Traurigkeit und unterdrückter Schmerz sind leider in sehr vielen Büros allgegenwärtig.

Ich fühlte Verbitterung, die Enttäuschung über das Leben, Ohnmacht des Gefangenseins in der Zeit-gegen-Geld-Falle, die Ängste und die Desillusion meiner Kollegen. Außerdem das Ungleichgewicht von Dominanz, Macht und Druck bei den Vorgesetzten und die Unterdrückung von Bedürfnissen und Verbitterung bei vielen Mitarbeitern.

Damals wusste ich noch nicht, dass ich Empath bin.
Eine sogenannte Hochsensible.

Und so machte mir mein Arbeitsalltag zu schaffen. Zu realisieren, dass ich zu schwach für unsere Gesellschaft zu sein schien und meinen Platz nicht finden konnte, machte mir Angst.

Ich wollte die Ellenbogen nicht ausfahren, mich durchboxen, hart arbeiten und kämpfen müssen. Denn tief in meinem Herzen wusste ich, dass das Leben so nicht gedacht ist.

Durch geringe Grenzen und fehlende Selbst-(Er)Kenntnis hatte ich nicht nur die Gefühle und Gedanken anderer absorbiert, sondern auch deren Weg eingeschlagen. Ich ließ mich auf den Kampf ein, zog ebenfalls ins Schlachtfeld und versuchte, dieses Spiel mitzuspielen. Am Ende trug ich eine ganze Menge mit mir herum. Nicht nur mein eigenes Gepäck, sondern das derer meines Umfelds.

Stets war ich darauf bedacht, dass es den anderen gut geht. Denn wenn es meinem Umfeld gut ging, fühlte ich mich auch besser.

Eine Tatsache, mit der sogenannte hochsensible Menschen leben und die durch fehlende energetische Grenzen oft zum Problem für sie wird. Die Konsequenz war, dass ich mit nur 28 Jahren ausgebrannt war und meinen Job ohne Plan B hinschmiss. Ich stürzte mich in Ratgeber-Bücher, Yoga und „Finde-deinen-wahren-Job-Coachings“.

Es musste einen eigenen Weg für mich geben. Und eigene Regeln für mein (Arbeits) Leben.

Heute weiß ich, was meine tiefsten Täler mich gelehrt haben, welches meine Stärken und Talente sind und wie ich sie am besten nutzen kann. Diese sehr persönliche Geschichte teile ich aus zwei Gründen:

1. Ich sehe zu viele Hochsensible, die nicht wissen, dass sie am Phänomen Hochsensibilität „leiden.“ Sie spüren, dass sie anders ticken und sind ständig mitgerissen von mentalen und emotionalen Up’s und Down’s. Sehr zum Unverständnis ihrer Umwelt und sich selbst! Sie wissen nicht, warum sie diese Achterbahn fahren und was sie tun können um in ihrem Leben und bei sich anzukommen.

2. Ebenso viele „normale“ Menschen reagieren mit Unverständnis oder Ignoranz auf Hyper-Sensibiltät. Egal, ob du Chef, Kollege, Partner oder Freund bist: Extrem sensitiv und empfindlich zu sein ist nichts, was man sich freiwillig aussucht. Hochsensible haben eine erweiterte Wahrnehmung und „leiden“ unter permanenter Reizüberflutung. Im Grunde liegt darin viel Potenzial und nützliches Wissen für uns alle. Doch noch sind weder Wissen oder Akzeptanz dafür in unserer Gesellschaft angekommen.

Was die Wissenschaft zum Thema Hochsensibilität sagt

In Deutschland stecken die wissenschaftlichen Untersuchungen noch in den Kinderschuhen. Zwar wird das Phänomen Hochsensibilität anerkannt, doch oftmals als Krankheit behandelt (leider auch von den Betroffenen selbst). In den USA ist das anders. Inzwischen gibt es dort viele Initiativen und Aufklärungsarbeit unter dem Stichwort „Empath“.

Herausgefunden worden ist, dass die Wahrnehmungsfilter im Gehirn eines Empathen durchlässiger und offener sind als bei „normalen“ Menschen. Informationen werden vom Körper-Geist-System relativ ungefiltert aufgenommen. Die Sinne sind also ständig auf Empfang, was erklärt, warum hochsensible Menschen so sehr reizempfindlich sind.

Die amerikanische Psychologin Elaine Aron hat Untersuchungen gemacht und eine Theorie aufgestellt: Demnach seien 15-20 % einer Population aller höher entwickelten Tierarten hochsensibel. Ihre These ist, dass dieser Teil einer Gruppe schneller auf Gefahren hinweisen kann und somit das Überleben der gesamten Population sichert.

Ha! Das macht doch Sinn! 😉

Für mich persönlich jedenfalls. Schon als Kind hatte ich sowas wie den sechsten Sinn und eine erweiterte Wahrnehmung. Manche Dinge habe ich einfach kommen sehen beziehungsweise gefühlt. Den Tod des Nachbarn, den Autounfall eines Freundes, die Affäre des Ehemanns etc. Mit den Jahren habe ich diesem inneren Wissen jedoch nicht vertraut, da mir oft gesagt wurde „Du bildest dir das ein,“ oder eben „Sei nicht so sensibel!“

Hochsensible haben eine ausgeprägte Intuition.
 Sie wissen instinktiv, was und wo etwas in Einklang oder aus der Balance ist.

 
Sie spüren ob jemand ‘echt’ ist und mit seiner Seele verbunden. Wer hochsensibel ist, erkennt schnell, wo es jemanden hinzieht und was die wahren Motive des Gegenübers sind.

Die Kehrseite der Medaille ist, dass Empathen viel Ruhe brauchen und ganz schnell mit einem überforderten Nervensystem zu tun haben, wenn zu viel Trubel ist und es keine Pausen oder „Cool-Down-Phasen“ gibt.

Anzeichen, an denen du erkennst, hochsensibel zu sein:

  • Fremde Menschen teilen dir mitunter ihre tiefsten Geheimnise und Gedanken mit, ihre Wünsche und Träume – einfach so.
  • Du bist immer bestrebt, dass es den Menschen um dich herum gut geht. Weil es dir selbst dann besser geht (letzteres ist dir vielleicht nur noch nicht bewusst).
  • Du brauchst viel Schlaf, mehr als „normal“ ist. 8-12 Stunden können es schon sein. Alles darunter nimmt dir extrem viel Energie und eine positive Haltung.
  • Du bist sehr lärm- und schmerzempfindlich. Deine Sinne sind extrem sensitiv. Du reagierst auf Geräusche, Straßenverkehr, Unruhe und Druck mit Müdigkeit, Kopfschmerz, Mattheit, Negativität oder Gereiztheit.
  • Du brauchst viel Ruhe und Zeit mit dir selbst. Gruppen oder Ansammlungen von vielen Menschen kannst du nur für kurze oder bestimmte Zeit „aushalten“.
  • Die Stimmungen anderer beeinflussen dich unmittelbar.
  • Du bist ein guter Zuhörer und es fällt dir unheimlich leicht, dich in andere hineinzuversetzen.
  • Du bist ein tiefer Denker und hast ein komplexes inneres Gefühlsleben.
  • Dich nimmt mit, wie mit unserer Erde umgegangen wird. Was in der Welt passsiert, wie z.B. Kriege, Armut, Umweltverschmutzung, Katastrophen oder Leid generell machen dich sehr traurig.
  • Du fühlst dich anders als die anderen und von deinen Mitmenschen oft nicht verstanden. Du hörst immer mal wieder Sätze wie „Sei nicht so sensibel,“ „Nimm dir das nicht so zu Herzen,“ oder „Sei nicht so emotional.“
  • Du bist sehr hilfsbereit und strebst stets nach Harmonie.
  • Du bist anfällig für Erkältungen, Schnupfen etc. Alle paar Wochen wirft es dich gesundheitlich aus der Bahn. Dann ziehst du dich zurück, brauchst eine Auszeit und Ruhe und wünschst dir auch schon mal einfach nur noch im Bett zu liegen und die Welt draussen „abzuschalten.“.
  • Du willst gut für dich sorgen, doch es ist eine echte Herausforderung für dich. Erst recht wenn du Verantwortung für Kinder oder eine/n ParterIn trägst.
  • Es zieht dich in die Natur. Musik, Kunst oder alle Formen von Kreativität und Ausdruck bewegen dich.
  • Du nimmst die Empfindungen anderer in deinem Körper wahr und absorbierst sie falls du geringe Grenzen hast. Wenn du z.B. gute Laune hast und auf jemandem mit schlechter Laune triffst, hast du nach eurem Treffen auch schlechte Laune. Ganz ohne Grund.
  • Die Anforderungen unseres modernen Lebens machen dir zu schaffen. Vieles ist zu schnell, zu viel, zu laut etc.

Falls du dir unsicher bist oder du ein kostenloses Testergebnis von der Fachfrau brauchst: Einen englischen Test findest du hier.

Das Problem der Hochsensiblen

Empathen bzw. Hyper-Sensitive können sich schlecht abgrenzen. Die enorme Informationsausnahme und -verarbeitung führt schnell zu einer Reizüberflutung was wiederum Auswirkungen auf das Nervensystems hat. Emotionale Ausbrüche oder heftige Reaktionen sind dann vorprogrammiert.

Was „Normalos“ von den Hyper-Sensitiven lernen können

Meiner Meinung nach Mitgefühl, Sanftheit und Entschleunigung. In der Arbeitswelt und selbst im Privatleben entsteht immer mehr Zeitnot und Druck. Immer mehr soll in immer weniger Zeit geleistet werden. Das Höher-Schneller-Weiter-Prinzip wird sich meines Erachtens bald erledigen und von einem Tiefer-und-Intensiver-Prinzip ersetzt werden.

Von den Hochsensiblen können wir subtile Entwicklungen und Veränderungen deuten lernen um zu verstehen, was sich hinter dem Sichtbaren tut. Oftmals sind es die stillen Menschen, die eine gute Beobachtungsgabe haben und das große Bild sehen können.

Was du tun kannst, um deine energetischen Grenzen zu stabilisieren

Gefühle und Emotionen sind Energie, die auf einer bestimmten Frequenz schwingt und sich auf deinen Körper und dein Energiefeld überträgt. Lebensenergie wird in deinem Körper von den Chakren verteilt.

Bei vielen Empathen ist das Dritte Chakra, der Solar Plexus, aus dem Lot. Dieses Chakra (Rad) ist das Tor beziehungsweise der Body-Guard deines gesamtes Energiehaushaltes und -feldes. Wenn hier Lücken oder Disharmonien bestehen, wirst du ganz leicht von den negativen Gedanken, Emotionen und Gefühlen deines Gegenübers beeinflusst.

Um dich von äußeren energetischen Einflüssen zu reinigen kannst du einfache Atemübungen machen, täglich:

1. Atme tief ein
2. Mit jedem Ausatem lasse Anspannung, Ärger und Probleme los
3. Konzentriere dich auf diesen Atem solange wie es dir gut tut
4. Stelle dir dann eine Säule aus weißem Licht um dich herum vor
5. Während du weiter atmest, füllt sich diese Säule aus Licht auf und durchströmt dich
6. Bringe dann die Aufmerksamkeit auf den Herz und stell dir vor wie du durch hier ein- und ausatmest

Wie ist es gelaufen?

Du kannst dich auch von schöner Musik und meiner Stimme in der Chakra-Meditation berieseln lassen. Sie klärt alle deine Chakren und klärt und putzt dich quasi von innen ;-).

Dafür trage dich in den Newsletter ein, dann bekommst du die mp3-Datei automatisch zugesandt. Ansonsten solltest du darauf achten, dass dein Solar Plexus Chakra gut in Schuss ist. Dafür kannst du:

1. Bauchmuskeln aufbauen, einige Sit-Ups täglich reichen schon
2. Deine Hände auf diesen Bereich bringen und weich ein- und ausatmen. Mit jedem Ausatmen lasse bewusst negatives gehen
3. Bitte dein Herz oder Spirit darum, alles was nicht zu dir gehört, von dir zu nehmen. Atme dann wieder weich ein- und aus.

Natürlich gibt es noch viel mehr Möglichkeiten. 🙂 Solltest du Fragen haben, melde dich gerne!

Und nun bin ich wieder neugierig:

Wie nimmst du deine Hochsensibilität wahr und wie gehst du mit ihr um?
Was sind deine Schwierigkeiten?

Ich freue mich auf dich in den Kommentaren!

Alles Liebe,


 

20 Kommentare

  1. Alexander Motschenbacher

    Hallo Anja,
    ich bin (als einer der wenigen Männer bei der 21-Tage Challenge von Karin Wess) auf Deinen Blog gestoßen.
    WAU! Ganz schöner… und sehr gut gemachter Input. Kompliment!

    Vielleicht ganz kurz zu uns:
    Wir, das sind Elke Motschenbacher (www.diehausmaus.de) und ich, sind beide selbständig bzw. selbständig im Nebenberuf. Dein Artikel zum Thema Hochsensibilität hat mir wirklich gut gefallen. Zum kleinen Teil finde ich mich selbst auch darin. Gerade wenn man sich bis zu einem gewissen Grad in Menschen hineinversetzen kann, Stimmungen, Schwankungen erfühlen und zum Teil auch den nächsten Satz des Gegenübers vorwegnehmen kann, ist es nicht immer leicht, die emotionale Distanz zu wahren.

    Da wir beide beruflich viel mit Menschen zu tun haben, habe ich im Laufe der Jahre gelernt, aus einem „abgeschottetem“ Zustand (oder sollte ich geschützten schreiben?) heraus quasi die Fühler auszustrecken und meine Fähigkeiten konstruktiv einzusetzen.

    Wir wünschen Dir viel Erfolg und – selbstredend – viel Spaß mit Deinen Blog und würden uns freuen, einmal voneinander zu hören.

    Viele Grüße
    Alex und Elke

    Antworten
    • Anja

      Hallo Alexander!

      Danke für deine Rückmeldung! Ich schaue mal vorbei!
      Liebe Grüße!

      Antworten
  2. silvia

    Hallo liebe Anja!
    Alle Punkte sind führ mich sehr teffend ,ich arbeite als kassierin,und du kannst dir vorsellen wies mir da manchmal geht besonders in der weihnachtszeit mitlerweile kann ich damit umgehen dank euch die da so hilfreich unterstützend helfen hier mein herzlichstes dankeeeeschöööön das war nicht imer so und viele tränen sind da den bach runtergelaufen aber mit den hilfsmitteln ist es wesentlich leichter geworden ja und natürlich soweit es geht ruhe und stille um wieder aufzutanken alles liebe dir und danke vielmals herzlichst slvia

    Antworten
    • Anja

      Liebe Silvia, danke dir!

      Ich ziehe den Hut vor dir, denn ich habe selbst mal an der Kasse gesessen und weiß wie anstrengend das ist. Gut, dass du weißt, wie du wieder in die Balance zurück findest 🙂

      Ganz liebe Grüße und bis bald!
      Anja

      Antworten
  3. Stefanie

    Volltreffer liebe Anja. So schön auf den Punkt gebracht! 🙂
    Lustig, ich hab mich total gefreut, dass mit dem vielen Schlaf mal von aussen zu lesen, da bin ich manchmal noch hart mit mir, dass ich gerne soviel schlafe 😉
    Alles Liebe dir,
    Stefanie

    Antworten
    • Anja

      In Japan darf man auch auf der Arbeit schlafen beziehungsweise ist Schlaf dort als ein Zeichen von großer vorheriger Anstrengung anerkannt, soweit ich weiß. Das wäre unglaublich toll, wenn das irgendwann bei uns auch so wäre, hehe. 😉

      Antworten
  4. Astrid

    Liebe Anja
    Erst einmal liebe Grüsse von Berlin aus zu Dir in die Ferne.
    Ich erkenne mich in jedem Deiner aufgeführten Punkte wieder.
    Vielen Dank für die schönen und wichtigen Zeilen.
    Früher habe ich auch in Büros gearbeitet, heute bin ich im Außendienst tätig und genieße die freie Zeiteinteilung, lange Autofahrten mit Musik und mir selbst und schöne Telefonate mit meinen Kolleginnen und Kollegen weit weg.
    Manchmal einsam aber wenn man ein glückliches ausgefülltes Privatleben führt, so wie ich es tue, dann findet man auch die Balance.
    Ich brauche Menschen zum Wohlfühlen. Schwingungen, welche in Büros herrschen habe ich früher ständig auf mich bezogen, das war extrem anstrengend.
    Viel Schlaf, Lesen, kein Fernsehr, gerne Frühstücken mit Freundinnen, 10-15 Min täglich Yoga am Morgen und einfach genug Zeit mit mir alleine geben mir Ausgleich.
    Vielen Dank für Deine unglaublich schönen, regelmäßigen Worte.
    Astrid

    Antworten
    • Anja

      Liebe Astrid!

      Vielen lieben Dank für deine Zeilen! Ich habe mich sehr gefreut von dir zu lesen 🙂

      Alles Liebe für dich!

      Anja

      Antworten
  5. Stephie

    Hallo Anja,

    vielen Dank für diesen Artikel. Er hat mir wirklich weitergeholfen. Bisher habe ich meine Reizüberflutung auf meine Traumatisierung geschoben und bin auch aktuell wieder eher verzweifelt, weil ich zu sensibel für den Arbeitsalltag bin. Es fällt mir schwer nichts aufzunehmen und oft fühle ich mich wie ein Schwamm, der einfach alles aufsaugt.
    Meine Kollegin hat mir jetzt Mediation empfohlen. Ähnlich wie du das oben beschreibst, geht es da wohl ums loslassen. Ich werde mich dank deines Beitrags und dank des Tipps meiner Kollegin mal näher mit dem Thema auseinander setzen.

    Liebe Grüße,
    Stephie

    Antworten
    • Anja

      Liebe Stephie,

      danke für dein Feedback! Das nichts mehr Aufnehmen können ist ein Thema mit dem Hochsensible, so glaube ich, immer wieder konfrontiert sind. Meditation hat mir auch enorm weitergeholfen, genauso aber wie mir die Dinge erlauben und tun, die ich als Kind gerne getan habe. Malen, Tanzen, sachte Fernsehserien oder Bücher lesen… Das ist auch alles Meditation, du musst also nicht unbedingt stille dasitzen und die Hände falten 😉
      Falls du Fragen zukünftig noch Fragen zum Thema haben solltest, bist du willkommen, meld dich gern. Liebe Grüße und eine schöne neue Woche!
      Anja

      Antworten
  6. Stefan

    Hallo Anja,
    ich bin über einen Blog von Anja Schütz auf Deine Seite gekommen. In dem Artikel über hochsensible Menschen habe ich mich 1:1 wieder gefunden. Seit 5 Jahren renne ich von Pontius zu Pilatus um meiner energetischen Niedergeschlagenheit auf die Spur zu kommen. Und in Deinem Artikel steht alles drin warum das so ist. Es ist wirklich unglaublich! Tausend Dank dafür! Meine Energielosigkeit hat mich auch zum Meditieren gebracht. Seit 2012 mache ich das Chakra Clearing nach Belinda Davidson. Leider bisher nur mit marginalen Erfolg. Ich glaube ich werde mir mal eine Akasha Reading Session mit Dir leisten. Aber jetzt geht’s ermal in den Urlaub nach Südafrika. Da kann ich wieder richtig Kraft schöpfen.
    Liebe Grüße
    Stefan

    Antworten
  7. Rebecca

    Oh du meine Güte, der Artikel liest sich wie eine Zusammenfassung meiner Lebensgeschichte. Ich glaube ich sollte ihn ausdrucken und mir irgendwo hinhängen, damit ich nie vergesse wer ich bin. Als Kind habe ich folgende Sprüche immer wieder gehört: „Du nimmst immer alles viel zu ernst“, „Nimm nicht jedes Wort auf die Goldwaage“, „Geh und spiel mit den anderen Kindern“, „Lächel doch mal“, „Du bist viel zu sensibel“, „Warum bist du hier so alleine??!“ usw.

    Antworten
  8. Silvana

    So ein Mist…ich glaub jetzt hab ich den Grund.
    Alle Punkte stimmen bei mir, außer Erkältungen…die hab ich leider nicht so oft. 🙂 besser gesagt, Gott sei Dank. 🙂
    Auch was den Geruch angeht…den nehme ich schon sehr viel früher wahr, als andere.
    Einkaufen gehe ich gerne, wo wenig Leute rumlaufen. 🙂
    Ich fahre gerne alleine weg, wenn es mir grade viel Freude bereitet. Dann will ich das alleine genießen.
    Bei mir war es ähnlich wie bei Dir: ich schmiss auch meine Arbeitsstelle, nach dem ich total ausgebrannt war und hatte keinen Plan B. Am liebsten teile ich meinen Tag alleine für mich ein. Deshalb hab ich mich auch selbständig gemacht.
    Dazu kommt bei mir, dass ich mir nur Filme ansehe, die leicht zu ertragen sind und die Bilder längere Szenen enthalten. z.B. Winnetou, Lausbubgeschichten, Terence Hill, Kommissar Rex usw. Fernsehprogramm gibts bei mir nicht mehr.
    Ha und dass es mir „Scheiße“ geht, wenn es anderen „Scheiße“ geht…das ist bei mir sehr stark.
    Ja was tue ich? : Ich achte auf gesunde Ernährung (Kräuterküche), stärke mein Immunsystem, gönne mir Ruhepausen, vor allem während der Menstru, Übe Suggestionen, welche mir sehr helfen, gehe den Tag total entspannt an, heutige Erkenntnis: nichts mehr preisgeben irgendwelchen Leuten, die kein Verständnis haben.
    Was mir auch sehr geholfen hat: Frauenmanteltee jeden Tag oder alle zwei Tage trinken, dann mal wieder Wochen Pause.

    Antworten
    • Anja

      Danke für dein Feedback! Das Gute ist doch, dass wir uns selbst wieder aus der Schlinge oder dem Schlamm ziehen und uns alle austauschen. 🙂 Lieben Gruß zu dir und alles Liebe für dich!

      Antworten
    • Sabine

      Hallo Silvana…
      ich stöbere den ganzen Tag im Internet und bin zu der Erkenntnis gekommen, ich bin hochsensible !!! Ich bin zu einem sehr froh über diese Erkenntnis, zum anderen habe ich Angst davor, wie da jetzt mit umgehen soll ? Meine langjährige Beziehung geht gerade den Bach runter, müsste wieder bei Null anfangen, bin schon seit 6 Wochen krank und das i-Tüppfelchen habe ich die Kündigung bekommen…
      Deine Zeilen hätten auch von mir sein können (ausser der Partnerschaft) Aber ich werde nach vorne schauen, ich versuche es ..
      Danke, wenn auch schon länger her, für deinen Text hier….
      Sabine

      Antworten
  9. Mara

    Ich bin auch extrem hochsensibel seit ich denken kann. Ich packe Trubel nicht lange, große Grupen, Lärm.
    Früher habe ich mich oft gefragt warum ich zu schwach für die Leistungsgesellschaft bin und sah meine Hochsensibilität als Fluch, später aber als Segen, weil man auch schöne Erfahrungen intensiver wahrnehmen kann, sprich man erlebt brennende Höllen, aber auch den Himmel. Heute sehe ich die Hochsensibilität einfach als einen Teil von mir, der mir zu einem höheren Bewusstsein verhalf. Ohne diese starke Wahrnehmung wäre ich heute nicht da wo ich bin.
    Ich verbringe viel Zeit alleine, weil ich sonst durchdrehe, ich mache Yoga, schreibe an Büchern (Meditation für mich) und versuche mich so oft es geht mit der Natur zu verbinden. Vorallem schlug mir die Hochsensibilität immer auf den Kopf, auf meine Nerven, die Reize wurden zu Schmerz….schwer zu beschreiben.
    Heute bin ich 23 Jahre alt und versuche meine Hochsensibilität für gute Dinge zu nutzen.

    Liebe Grüße

    Mara

    Antworten
  10. Jule

    Hallo Anja,
    danke für deinen Text, er macht wirklich Mut. Bei mir hat sich seit der Pubertät immer wieder die Depression zur Hochsensibilität gesellt. Lange Zeit hatte ich das Gefühl, ich bin einfach nicht für das Leben, für diese Welt gemacht.
    Erst jetzt mit dem Konzept der Hochsensibilität fange ich an, vieles in meinem Leben anders zu verstehen. Ich merke, in mir wächst der Mut, mein Leben noch mehr nach meinem inneren Wesen auszurichten anstatt nach den gesellschaftlichen Vorgaben. Noch bin ich auf der Suche…

    Antworten
  11. Ela

    Ich komme damit überhaupt nicht klar ich bekomme immer mehr Depressionen ich bin schon mit 13 Jahren so überfordert ich weiß nicht wie ich das noch schaffen soll❤

    Antworten
  12. D.Gerth

    Wie erkläre ich meinem Umfeld, das ich HS bin? Also Kollegen zum Beispiel. Muss ich überhaupt erklären, oder soll es ein Geheimnis bleiben? Alle Wörter wie habe Dich nicht so usw. habe ich zur genüge gehört.
    Hochachtungsvoll,
    D. Gerth.

    Antworten
    • ShamanRishi

      Es sollte meiner Meinung nach kein Geheimnis bleiben, denn sonst geht es ja auf Ihre Kosten. Das Phänomen der Hochsensibilität kennen viele, auch wenn sie es nicht so benennen würden. Ich würde meinem Umfeld Artikel, Texte oder weiterführende Infos zu lesen geben, zumindest darauf verweisen. Einer Statistik zufolge soll jeder vierte HSP sein. Insofern würde es nicht verwundern, wenn sich Leute in Ihrem Umfeld auch erkannt und dann verstanden fühlen. Einer muss immer den Stein ins Rollen bringen! Alles Liebe, Anja

      Antworten

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